Interview-Auszüge vom 7.12.2000
M.A.: Herr Dr. Dittmer, mit der Veröffentlichung von X-Radionik
scheinen Sie sich von der Radionik als Gerätemedizin zu verabschieden.
H.O.D.: Zuerst einmal: Den Titel lassen wir weg; er hat etwas mit
meinem Vorleben als Theologe zu tun, nicht aber mit meinem jetzigen als
Heilpraktiker und Radioniker.
Also: Wenn es den Anschein hat, dass ich mich von der Radionik verabschieden
will, dann trügt dieser Anschein. X-Radionik ist lediglich eine Spielart der
ursprünglichen Radionik und kann in letzter Konsequenz auf den Einsatz von
Geräten verzichten.
M.A.: Heißt das dann nicht, dass man bei Radionik allgemein auf
Geräte verzichten kann?
H.O.D.: Nein. Es ist nicht jedem Operator von Natur aus gegeben,
X-Radionik durchzuführen. Jedenfalls einer signifikant geringeren Anzahl als es
Radionik-Operatoren gibt. Zwar können Menschen mit dem sogenannten
Saatkorn-Effekt mit X-Radionik - gewissermaßen - geimpft werden, doch bedeutet
das nicht zwingend, dass diese Saat auch aufgeht.
Aus diesem Grund ist X-Radionik kein Ersatz für die nun rund 100 Jahre alte
Radionik nach Abrams. Und kein Ersatz für jegliche radionische Instrumente.
............
M.A.: Herr Dittmer, welchen Stellenwert geben Sie X-Radionik?
H.O.D.: Da ich die Einordnungsinterpretation zwischen Radionik und
Telepathie bevorzuge, also mehr oder weniger vollesoterischen Themengebieten,
gebe ich der X-Radionik, auch aufgrund ihres noch geringen Bekanntheitsgrades,
keinen besonders hohen Stellenwert im Bereich der neuen Verfahren.
Sobald sich aber ausgesprochene Gegner der X-Radionik finden, weiß ich, dass
X-Radionik ein bisschen populärer geworden ist. Für mich, der ich X-Radionik
bereits seit Jahren anwende, ist natürlich dieses Verfahren ein effektives -
als Adjuvans oder als Monotherapie.
............
M.A.: Ohne Ihre bisherigen Verdienste im Bereich der Radionik und der
Bioresonanz schmälern zu wollen: Manchmal kam mir das Buch - übrigens als
einziges von Ihren 11 Büchern bisher - ein bisschen wie mit der heißen Nadel
gestrickt vor. Nicht inhaltlich, sondern formal.
H.O.D.: Ursprünglich sollte X-Radionik ein Beitrag zum Thema
"Moderne Magie" in der Mappen-Reihe "Know How", die nur zum
kleinen Teil öffentlich angeboten wird, erscheinen.
Dann irgendwann wollte ich das Thema noch ein oder zwei Jahre zurückhalten.
Eines Tages im Spätsommer 2000 hieß es von meinen Mitstreitern "Jetzt
oder nie!". Und obwohl ich hier mehr zum "Nie" tendierte, habe
ich dann doch die gesichtete Materialsammlung herausgerückt. Und da war halt
noch der eine oder andere Formfehler drin. Ich glaube: Zu einem späteren Zeitpunkt hätte ich das Material nicht mehr
veröffentlicht.
............
M.A.: Sie haben in den vergangenen Jahren viel mit den
verschiedensten Hersteller-Firmen zusammengearbeitet. Darunter auch nacheinander
mit Firmen, die sich anscheinend als gegenseitige Konkurrenten auffassen. Warum
diese Wechsel?
H.O.D.:
Bevor ich unsere Software öffentlich gemacht habe, also für einige selbst zum
Konkurrenten geworden bin, war ich sehr von der jeweiligen Hardware der
verschiedenen Hersteller abhängig. - Und so ergab sich der eine oder andere
nähere Kontakt. Auch der eine oder andere Vorschlag zur Neukonstruktion oder
Verbesserung eines Gerätes. Aber jeder Part entwickelt sich anders - und so
stellt man eines Tages fest, dass man verschiedene Sprachen spricht.
M.A.:
Sie haben in diesem Zusammenhang einmal bemängelt, dass alles Kommerz sei und
deshalb verwerflich.
H.O.D.:
Das muss ein Irrtum sein. Dass etwas kommerziell genutzt wird, ist nicht von
vorne herein verwerflich, denn von irgendetwas wollen ja auch Sie sicherlich
leben. Und sobald auch Angestellte satt werden wollen, muss der Unternehmer
genug Umsatz machen, um selbst auch satt zu werden, denn zuerst müssen ja
Gehälter, Mieten, Maschinen und mehr bezahlt werden. Und wer das Risiko trägt
und mit seinem eigenen Namen für Wohl und Wehe haftet, sollte auch viel mehr
verdienen als ein normaler Angestellter, dessen Gehalt nicht umsatzgebunden ist.
- Damit meine ich nicht die Konzernmanager, die ein Unternehmen, das nicht
Ihnen, sondern vielen kleineren und größeren Aktionären gehört, schädigen
können - und dann (malt
Anführungsstriche in die Luft) "zur Strafe" mit einer
Millionen-Abfindung (malt
Anführungsstriche in die Luft) "im gegenseitigen Einvernehmen"
davongejagt werden.
Kommerz ist also nur verwerflich für mich, wenn rechtlicher oder moralischer
Betrug dahinter steht, und nicht, wenn jemand mit einer guten Idee auf lautere
Art einen Haufen Geld verdient.
............
M.A.:
Als Radioniker haben Sie zwar einen Namen und einen guten Ruf, Sie werden jedoch
in keiner oder in kaum einer Schrift anderer Menschen, die über diese Themen
schreiben, zitiert oder oder sonst irgendwie erwähnt. Ihre Bücher verschwinden
außerdem langsam von verschiedenen Bücherlisten und Rezensionen gibt es
ebenfalls seit Jahren nicht mehr. Was für Gründe könnte das haben?
H.O.D.:
Da wäre ich auf Spekulationen angewiesen, und das hält nur auf und belastet
vielleicht. Aber ich bin da in guter Gesellschaft mit dem Altmeister Bruce
Copen. Den hat über Jahrzehnte auch kaum einer mit namentlicher Nennung
zitiert, außer denen, die ihm gelegentlich ans Leder wollten. Und das, obwohl er zu den
innovativsten Menschen des Genres gehörte. Übrigens: In den 80ern gab es einen
fruchtbaren Austausch zwischen Copen und mir.
M.A.: Meinen Sie damit,
dass diese Gründe mit Kommerz zu tun haben?
H.O.D. (lachend): An welcher Stelle
des Gesprächs meinen Sie, das herausgehört zu haben?
M.A.: Im Fall
Copen ist ja allgemein bekannt, dass Bücher vorwiegend von seinen Konkurrenten
oder Freunden seiner Konkurrenten - wie Tansley - veröffentlicht wurden.
H.O.D.:
Ist das nicht ganz normal, dass man in einem Promotion-Buch keine Werbung für
einen Konkurrenten macht? Ford wirbt ja auch nicht für VW! Und der Club der
Ford-Capri-Cracks wird allenfalls über den Mustang referieren, weniger über
den VW Scirocco!
M.A.:
Meinen Sie nicht, dass Sie dann in Ihren Büchern ein bisschen viel Werbung für
die Konkurrenz machen, denn schließlich sind Sie ja auch Hersteller -
Radionik-Software-Hersteller?!
H.O.D.: Ich schreibe eigentlich auch
keine Promotion-Bücher, sondern Bücher, die die Bandbreite von Radionik zeigen
sollen - und z.B. Herr Romanazzi hat in seiner "Radionik-Information"
doch auch Hinweise auf meine Bücher, obwohl er selbst Radionik-Software
entwickelt.
M.A.: Herr Dittmer, warten Sie mal ab!
H.O.D.:
Finden Sie nicht auch, dass wir gerade ein wenig das Thema verfehlen?
M.A.: Ja,
X-Radionik...... Die Demo-Audio-CD: Warum heißt die eigentlich
"Demo"? Es sind doch 12 volle, und nicht nur angespielte, Stücke
darauf - übrigens in erstaunlich guter Qualität!
H.O.D.: Wie meinen
Sie "erstaunlich"? Erstaunlich gut für einen Heilpraktiker oder
erstaunlich gut für einen Musiker? - Ein Scherz! Vergessen Sie's! -
"Demo" bedeutet, dass hier demonstriert wird, wie freie x-radionische
Programme oder mehrere, also keine Rates bzw. Raten, Codes oder Sequenzen bzw.
Additionen daraus, in ein Hörschallereignis gebettet werden können, um den
Probanden via Stereo-Kopfhörer positiv zu beeinflussen.
Demonstrationen, z. B. im visuellen Bereich, können ja bereits seit geraumer
Zeit unter X-Radionik.de
betrachtet werden.
M.A.: Aber hat das überhaupt noch mit der richtigen
Radionik zu tun?
H.O.D.: Akzeptieren Sie dazu ein klares
"Jein", denn wir unterhalten uns hier ja über das Derivat aus
Radionik, die X-Radionik. - Lassen sie mich aber noch einen Hinweis zur (malt
Anführungsstriche in die Luft) "erstaunlich guten Qualität" der CD
sagen: Wenn Sie die CD mit dem Kopfhörer anhören, merken Sie, dass die Technik
im Vordergrund steht. Auf Track 8 ist zu Beginn auch mal ein leises Knacken
hörbar, da das x-radionische Programm mit Sekundenverzögerung zugeschaltet
werden musste. Oder: Eine Ausblende musste mit dem Programm synchronisiert
werden, deshalb im -50-dB-Bereich - glaube ich - ein abruptes Ende. Oder aber
technisch bedingte und unterschiedliche Freiräume zwischen den Tracks. Und wenn
Sie im Buch die Beschreibung zur Entstehung und Aufnahme eines Songs,
insbesondere über die Frequenzspreizung, gelesen haben, dann allerdings: gute
Qualität! Unter der Sichtweise eines Sound-Gourmets jedoch... Na ja, das war ja
nicht mein erster Tonträger!
M.A.: Patienten, Praxis, Seminare,
Forschung, Schreiben - wie bringen Sie das alles unter einen Hut?
H.O.D.:
Meine Frau und meine Kinder wissen, um was es geht. Deshalb unterstützen mich
alle nach Kräften und halten mir den Rücken frei. Alle haben Verständnis für das, was ich
tue - und dadurch tun es alle! Ohne diesen Rückhalt würde ich nur wenig
geschafft haben können: Der heute übliche (malt Anführungsstriche in die
Luft) "Multi-Egoismus" zerbricht Familien und hemmt Kreativität.
Häufig zu betrachtende Spektakel bei Familien, in denen Kreativität vorkommt:
Bruch, Scheidungen, solange nicht an einem Strang gezogen wird. Dieser (malt
Anführungsstriche in die Luft) "Strang" muss natürlich im Gespräch
mit allen Beteiligten - also in diesem Fall: der Familie - definiert und dann
von allen getragen werden.
M.A.: Wie entspannen Sie privat?
H.O.D.:
Der Gedanke, dass es meinen Kindern und deren Partnern und natürlich meinen
Enkeln gut geht, ist sehr entspannend für mich. Außerdem ist es der fast
antike Sound einer Original-Hammond-Orgel mit Tone-Wheel-Tonerzeugung... -
Merkwürdig?
M.A.: Diese Antwort habe ich nicht erwartet. Und Reisen?
H.O.D.:
Wir reisen relativ kurz und relativ wenig, da wir der Hauptsponsor von
D-ReSearch sind. Und das kostet! Wir versuchen ja mit vielen Mitteln,
zusätzliche Forschungsgelder hereinzubekommen, durch Bannereinblendungen,
Internetserver, Seminare, Software, Bücher usw. - Aber das verdampft ziemlich
schnell.
M.A.: Davon habe ich gehört bzw. im Internet gelesen. Einige
Ihrer Mit-Radionikforscher sollen das ja für ziemlich unseriös halten...?
H.O.D.:
Aber nicht in unserem Arbeitsbereich. Jedenfalls ist mir nichts davon bekannt.
Und außerdem: Wenn's so wär', wär's mir (malt Anführungsstriche in die Luft)
"wurscht". Zurück zu X-Radionik?
............
Eventuell
werden zu einem späteren Zeitpunkt weitere Auszugsteile veröffentlicht.